Dieses Review erschien ursprünglich im Mai 2013 im Tacticalforum.

Die italienische Firma Special Operations Departement produziert seit 1938 Kleidung direkt in Italien und ist somit im Vergleich zu anderen Firmen, die taktische Kleidung produzieren, ein alter Hase am Markt.
Wenn man Leuten, wie dem Verfasser der Military Morons Reviews, Glauben schenken darf, dann ist SOD in jede Phase der Produktion involviert: sei es in der Entwicklung der Rohmaterialien, dem Design und letzten Endes natürlich in der Fabrikation. Dies hat den Vorteil, dass zwischen verschiedenen Materialien eine genaue Farbabstimmung möglich ist und letzten Endes sogar Knöpfe etc. auf den Stoff oä. abgeglichen werden können.

Das nenne ich einmal Liebe zum Detail!

Bekleidung:

Ich habe mittlerweile zwei Spectre Caps und einen Boonie Hut von SOD Gear, sowie eine Short Pant 01. TAD Gear wird ja manchmal polemisch als Tactical Gucci bezeichnet – ich würde SOD Gear hier an dieser Stelle (wohlgemerkt 100% positiv) als Tactical Armani bezeichnen.

Die Qualität der Verarbeitung und die Liebe zum Detail, kenne ich bis jetzt nur von Firmen wie TAD oder UfPro. Hier findet man vorne und hinten nützliche Details und eine saubere Produktion.

Insofern muss man nicht immer über den Teich schauen, wenn man hochwertig produzierte Kleidung haben will – alle Sachen werden übrigens in Italien hergestellt!

Aber schauen wir uns die Verarbeitung meiner Sachen einmal genauer an:

SOD GEAR Boonie

Das Erste das auffällt ist, dass die Hutkrempe eine Spur breiter ist, wie ich es z.B. von den Boonies von Propper gewohnt bin. Seitlich findet man je zwei Öffnungen zu Ventilationszwecken. Dies ist nicht wie sonst per Metallösen gelöst, sondern durch offen gelassene Stellen, die überlappend genäht sind. Auf der Innenseite findet man ein feines Netz, das verhindert, dass Insekten oder Ähnliches über diese Öffnungen unter den Hut kriechen können.

Die innere Stirnseite ist mit einem Stück Frottee versehen, was den Tragekomfort an heißen Tagen erheblich verbessert, in einem Platzregen aber jedoch nachteilig wirkt, da es sich ansäuft – durch die eigene Körpertemperatur wird einem dabei aber nicht kalt.

Weiters ist innen ein Shockcord vernäht, mit dem man bei Bedarf den Hut enger an den Kopf anpassen und mit einem Cordlock fixieren kann. Die Schnur für das Kinn ist echtes Paracord und ebenfalls per Cordlock einstellbar. Bei meinem Modell hätte die Schnur ruhig eine Spur länger ausfallen können.

Velcroflächen finden sich sowohl auf der Oberseite des Boonies für IR Reflektoren sowie auf der unteren, hinteren Seite der Krempe für Namensschilder.

Der Foliage Ring ist aus hochwertigem Gurtband und sauber vernäht.

Generell ist nirgendwo ein abstehender Faden zu erkennen oder eine unsaubere Naht. Hier wurde gewissenhaft gearbeitet.

Der einzige wichtige und vielleicht negative Punkt, den es zu erwähnen gilt, ist die Größe!

Ich habe einen Kopfumfang von 59/60cm, also in US Größe ein klassisches 7 1/2 bzw. Large. Da ich schon gelesen habe, dass die Boonies eng geschnitten sind, habe ich gleich XL bestellt und ich muss sagen, dass ich froh bin. XL sitzt bei mir wie jede meiner L Kappen oder Boonies. Sogar ziemlich passgenau, wenn nicht sogar eng.

Insofern – solltet ihr euch einen besorgen wollen, kauft eine Nummer größer!

SOD GEAR Spectre Cap

Die Spectre Cap ist meiner Meinung nach eine interessante Mischung aus einer amerikanischen BDU Kappe und der deutsch/österreichischen M43 Feldmütze. Ähnlich wie beim Boonie ist die Verarbeitung tadellos.

Velcro Flächen finden sich wie schon oben erwähnt an der Oberfläche und Hinterseite. Zusätzlich dazu auch noch an der Stirnseite in Patchgröße.

Man findet seitlich die gleichen Belüftungsöffnungen wie beim Boonie, jedoch kein Netz an der Innenseite.

Die Kappen sind in zwei Größen erhältlich, aber zusätzlich noch per Klettband flexibel einstellbar. Das überschüssige Band kann man in einer Öffnung versorgen. An der Rückseite findet man auch noch eine kleine Paracordschlaufe, mit der man theoretisch die Kappe anbinden und vor Verlust schützen könnte.

Wie beim Boonie ist an der inneren Stirnseite eine Frotteefläche angebracht, die den Komfort um einiges erhöht.

Der Schild der Kappe ist nicht mit einem Karton oder Plastik verstärkt sondern dick genäht und formbar.

Grundsätzlich gibt es nichts an den Kappen auszusetzen. Meine Spectre in PenCott Greenzone begleitet mich überall hin und hat mein Custom BDU Cap von Slangvel abgelöst.

SOD GEAR Short Pants 01

Die Short Pants 01 haben einige Details, die ich nur selten bei anderen Hosen in diesem „taktischen“ Produktbereich gesehen habe. Als erstes fällt der Gummizug im Hosenbund auf. Dadurch sitzt die Hose angenehm und fest, weshalb man nicht unbedingt einen Gürtel benötigt. Diese Art der männlichen „Umstandshose“ ist auch praktisch, wenn man einmal ein bisschen zuviel gegessen hat. 😀

Weiters kann man die Hose mit zwei Canadian slotted Buttons schließen. Der Reißverschluss ist von YKK und auch hier ist alles sauber vernäht.

Die Gürtelschlaufen sind schön dick und sind so vernäht, dass sich an der Unterseite noch eine Minischlaufe befindet, durch die man gegebenenfalls Paracord durchziehen könnte.

Seitentaschen:

Die Cargotaschen am Oberschenkel sind ebenfalls mit Canadian slotted Buttons versehen und hier findet man ebenfalls einen Gummizug, der die Öffnung der Tasche zusammenzieht. Gleichzeitig ist die Patte auch seitlich zum Schritt hin festgenäht, weshalb sie immer über der Öffnung der Tasche gehalten wird. Durch diese Konfiguration (Gummizug und seitliche Vernähung) muss man die Cargo Taschen nicht unbedingt mit den Knöpfen schließen.

Last but not least findet sich innenseitig eine kleine Paracord Schlaufe zum Festmachen von Kleinzeug.

Gesäßtaschen:

Die Gesäßtaschen sind asymetrisch angebracht und relativ tief. Durch dieses Design, setzt man sich nicht auf eingesteckte Gegenstände. Ein Feature, dass ich wirklich brilliant finde! Die Taschen haben innenseitig ebenfalls eine Paracordschlaufe und sind per Velcro zu verschließen.

Grundsätzliches zu Schnitt und Größe:

Ich trage bei BDUs immer Medium Regular, bei Levis Jeans 34/32.

SOD Gear gibt die Größen in europäischen, als auch in amerikanischen Maßen an. Meine Hose ist Medium (EU 50) und sitzt passgenau. Ich bin froh, dass ich in den letzten Monaten ein paar Kg verloren habe, sonst würde die Hose nicht passen. Insofern sollte man auch hier überlegen, ob man nicht eine Nummer größer bestellt, da die Sachen kleiner geschnitten sind. Weiters ist die kurze Hose vom Schnitt her keine Bermuda Short – soll heißen, dass sie über den Knien aufhört. Das ist im Endeffekt eine persönliche Geschmacksfrage.

Preise kann jeder selbst googlen. Die Hose gibt es in mehreren Farben, die PenCott Pattern sind im Grunde nicht dabei, man kann die Shorts aber in dieser Konfiguration bekommen, wenn man gewillt ist, etwas zu warten.

Ich habe bei SOD Gear angefragt, hatte innerhalb eines Tages eine Antwort sowie die Paypal Rechnung und einen Monat kam das maßgeschneiderte Produkt per DHL – Erste Sahne!!!

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